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Hinter den Kulissen

Wie die Salzburg-Karte funktioniert — und warum sie manchmal ungenau ist

Auf unserer Startseite steht eine Karte mit 37 Punkten. Jeder Punkt ist ein Ort, an dem bei einer unserer Aktionen schon einmal etwas versteckt war. Was auf den ersten Blick wie eine simple Punktesammlung aussieht, hatte beim Bauen ein Problem, über das wir länger nachgedacht haben als über alles andere daran.

Ein Marker lügt von Natur aus

Ein Punkt auf einer Karte behauptet immer dasselbe: genau hier. Bei siebzehn unserer Verstecke stimmt das auch — da kennen wir die Adresse. Bei sieben kennen wir nur die Straße. Bei acht nur den Stadtteil, und bei fünf nur die Gemeinde.

Man könnte die Punkte trotzdem alle gleich zeichnen. Niemand würde es merken. Genau deshalb machen wir es nicht: Die Karte zeigt zu jedem Punkt die Genauigkeitsstufe, und wer auf einen Marker im Stadtteil Maxglan klickt, liest dort ausdrücklich, dass es die Mitte des Stadtteils ist und keine Adresse.

Woher die Koordinaten kommen

Nicht aus dem Kopf. Jede Koordinate stammt aus OpenStreetMap und wurde einzeln nachgesehen, bevor sie in die Datei kam. Eine geratene Koordinate sieht auf einer Karte nämlich exakt so aus wie eine richtige — das ist das ganze Problem an geratenen Koordinaten.

Drei Ortsnamen aus unserer ursprünglichen Liste gab es in Salzburg gar nicht. Aus der „Blindergasse“ wurde die Bindergasse in Maxglan, aus der „Schlossbrücke“ die Staatsbrücke, und die „Bergbräuhofstraße“ heißt in Wirklichkeit Bergerbräuhofstraße und liegt in Schallmoos, ein Stück nördlich hinter dem Porsche-Standort. Der letzte Punkt hat deshalb monatelang ganz ohne Marker in der Liste gestanden, bis der Name geklärt war.

Was die Karte bewusst nicht zeigt

Ein laufendes Versteck steht dort nie. Die Karte ist ein Archiv, kein Hinweisgeber — sonst wäre das Suchen vorbei, bevor es angefangen hat.

Dreißig der 37 Punkte liegen in der Stadt, sieben im Umland: Hallein, Oberalm, Puch, Bergheim, Viehhausen, Kleßheim und Wals-Siezenheim. An drei Orten war mehr als einmal etwas versteckt — Altstadt, Maxglan und Hauptbahnhof.